Im Herzen des Nationalparks der Abruzzen
Scanno. Im Sagittariotal, wie an einer Felsklippe angelehnt, die auf eine Felsenschlucht herausschaut, liegt Scanno (1.050 M. u.d.M.), inmitten eines der schönsten Gebiete der Provinz L’Aquila.
Sein Ursprung ist nicht sicher und schwankt zwischen Geschichte und Legende, die von der Einsiedlung eines orientalischen Volksstammes in diesem Gebiet spricht.
Es gibt dort noch die Art von Gold- und Silberverarbeitung, die an einen vorderasiatischen Stil erinnert; es gibt dort noch den traditionellen Hochzeitsritus, bei dem die Frauen auf orientalischer Weise auf dem Fußboden der Kirche hocken; und schließlich gibt es noch die berühmte und originelle, weibliche Tracht, mit ganz anderen Eigenarten als die übrigen abruzzesischen Trachten.
Die Kopfbedeckung erinnert an einen Turban und erweckt zusammen mit den pantoffelartigen Schuhen, dem Rock und die Weste, die Neugier der Völlkerhundler. Eine fantastiche Geschichte erzählt die harmonische Architektur, Häuser und kleine Paläste vom Ende der Renaissance bis zum Barock; malerische Perspektiven der Häusertreppen, die auf die abschüssigen Gassen hinausgehen, Schutz bietende Bögen und dunkle Hausgänge.
Villetta Barrea. Wahrscheinlich hielten die knapp fünfhundert Einwohner von Villetta Barrea die Einrichtung eines Stausees zur Verschönerung ihres reizenden Dorfes für absolut überflüßig.
Denn als 1951 der Sangro gestaut wurde und das Wasser begann, langsam die Talsohle zu füllen, waren sie über den Eingriff zunächst recht empört. Doch bald schon gewöhnten sie sich an den in das ursprüngliche Landschaftsbild eingefügten künstlichen See und lernten ihn schätzen. Zweifellos verleiht der See heute der kleinen Sommerfrische eine besondere Note.
Weiterfahrt zum Herzen der Nationalparks Abruzzens. Dieses Gebiet Namens “La Camosciara” ist ein der schönsten Tiergebiete des Parks, wo man zu Fuß einen Weg in mitten der Natur begehen kann bis zu den “Cascate delle Ninfe” (Nymphenwassarfälle).
Pescasseroli. Auf den nördlichen Verzweigungen der Sangrohochebene, in einem grünen Becken durch das der Fluß Sangro fließt, erhebt sich Pescasseroli. “Pesculum ad Sarolum”, Massiv in der Nähe des Sangro, daher stammt nach Meinung des Philisophen Benedetto Croce, der dort 1866 geboren wurde, der Name des wichtigsten Zentrums des Nationalparks der Abruzzen.
Das Zentrum diese Ortes ist malerich, mit engen Gassen und Holztreppen an den alten Häusern; die mittelalterliche Kirche, den Heiligen Peter und Paul gewidmet, besitz ein schönes ogivales Portal und einen romanischen Glockenturm.
