San Bartolomeo in Legio

Im Jahre 1274, nachdem der Orden der Bruderschaft des Heiligen Geistes anerkannt worden war, zog sich Bruder Peter mit einigen Anhängern nach San Bartolomeo in Legio zurück und blieb dort bis 1276. Das sehr alte und aus der Zeit der ersten Einsiedler in der Majella stammende Gebäude war um das Jahr 1250 restauriert worden und hatte ihn schon während der zahlreichen Fastenübungen, denen er sich unterzog, beherbergt.
Das Bauwerk liegt in einer trockenen Umgebung, unterhalb eines Felsgrats, der es völlig verdeckt.
In die eigentlliche Klause kommt man über die heilige Treppe – üblicherweise geschieht dies auf den Knie – und durchquert die Kirche, deren einzige Ausstattung ein einfacher Altar mit der Holzstaue des Apostels Bartholomäus ist. An der linken Wand sammelt sich in einer Vertiefung Quellwasser, das die Gläubigen für wundertätig halten.
Eine Tür neben dem Altar fühert zu den übringen Räumen.Auf den Wiesen nahe der Einsiedelei von San Bartolomeo kann man die THOLOS gut sehen. Dabei handelt es sich um Bauwerke aus Stein, die von den Hirten benutzt wurden und den Nuraghi in Sardinien ähnlich sind.

Santo Spirito a Majella

Nachdem die Gemeinschaft um Bruder Peter die Reste eines alten Altars wieder hergerichtet hatte, begann man 1246 mit dem Bau einer dem Heiligen Geist geweihten Kirche. Über deren Gründungsgesichte berichtet eine Legende. Der Aufenthalt von Peter im Maiellagebirge dauerte bis 1293, als er sich nach Sant’Onofrio del Morrone zurückzog.
Auch nachdem S. Spirito a Morrone Hauptsitz des Ordens geworden war, blieb S. Spirito a Majella weiterhin ein wichtiges Kloster: von 1310 bis 1317 war der Selige Roberto da Salle dort Abt und 1347 fand Cola di Rienzo, der con Petrarcas Worten über dieses Kloster angezogen worden war, in seinen Mauern Zuflucht. Francesco Petrarca hatte es in seinem Werk De vita solitaria als einen zur Spirituellen Askese besonders geeigneten Ort bezeichnet.
Nach einer langen Zeit, in der man die Gebäude völlig verfallen ließ, wurden sie noch einmal restauriert und 1586 vom Zölestinermönch Pietro Santucci aus Manfredonia vergrößert.
In der letzten Jahren des XVII. Jh. Ergänzte Fürst Caracciolo aus San Buono den Abteikomplex durch ein dreistöckiges Gebäude, das bis heute als Herberge dient, und ließ unter der Kirche einen Raum als Familiengrab anlegen. Wer Lust zu einer Wanderung hat, kann von der Einsiedelei Santo Spirito aus einen interessanten Weg entlang gehen, Sentiero del Parco genannt, da wir uns hier im Nationalpark der Maiella befinden, der durch ein Buchenhain führt, an einem kleinen Bach entlang, bis man zu einem interessanten Wasserfall gelangt.