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Abruzzen & Umgebung

Routen im Gebiet von Teramo

TERAMO

Teramo wurde in der Antike von den Römern „Interamnia“, “Stadt zwischen den zwei Flüssen” genannt; damit waren die Flüsse Tordino und Vezzola gemeint. Die Stadt wurde bereits zu urgeschichtlichen Zeiten bewohnt. In ihrem Herzen befindet sich die Kathedrale: sie wurde im Jahre 1158 erbaut, im vierzehnten Jahrhundert vergrößert und vom fünfzehnten Jahrhundert bis heute mehrmals verändert. Das  römische Theater, nicht weit von der Kathedrale entfernt, stammt wahrscheinlich aus dem Jahre 30 v. Chr. Nicht fehlen sollte außerdem ein Besuch des archäologischen Museums in der von einem schönen Park umgebenen „Villa Comunale“ in Piazza Garibaldi, einem der Hauptplätze der Stadt.

CIVITELLA DEL TRONTO

Das Wahrzeichen von Civitella ist die imposante bourbonische Festung, ein Meisterwerk der militärischen Ingenieurskunst und mit seinen 25’000 m2 Oberfläche die größte Burg Europas.Erbaut durch die Spanier in den Jahren 1564 bis 1576 um dem Feind zu trotzen, war die Festung der letzte Schutzwall des Königreiches von Neapel während den Unabhängigkeitskriegen vor der Einheit Italiens. Mit seiner beneidenswerten Panorama-Lage, begeistert die Festung mit seinen drei Waffenplätzen, den Bastionen und den Gängen sowie seinem Museum, welches auch heute noch ein Stück dieser Geschichte erzählt.

ATRI

Atri ist eine zauberhafte Kunststadt an der teramanischen Küste mit alten, antiken Wurzeln (7 – 5. Jh. v. Chr.). Atri war im Römischen Reich eine wichtige Kolonie, musste im Mittelalter barbarische Invasionen und ausländische Herrschaften erleiden und erlangte unter der Kontrolle der Adelsfamilie der Acquaviva ab dem 14. Jahrhundert eine erneute Blütezeit.Auf dem Dom-Platz erhebt sich die aus dem Jahr 1285 stammende Kathedrale der Santa Maria Assunta, welche kürzlich restauriert wurde. Das anliegende Museum bewahrt kostbare Reliquien. Bemerkenswert ebenfalls der angrenzende Klostergang auf zwei Ebenen sowie der Glockenturm, welcher im 15. Jahrhundert von Antonio da Lodi vollendet wurde.

CAMPLI

Bereits besiedelt in vorrömischer Zeit, wie die Nekropole, welche in der Nähe von Campovalano entdeckt wurde, bezeugt, erlebte Campli seine Glanzzeit im Mittelalter. Unter der Herrschaft der Adelsfamilie Farnese wurde Campli zu einem Zentrum, in welchem sich Maler und Künstler aus den Schulen der Meister wie Giotto und Raffael, getroffen haben. Geschaffen wurden in dieser Zeitperiode Meisterwerke, die auch heute noch die wichtigsten Denkmäler der Altstadt und der umliegenden Dörfer bereichern, wie die wunderschöne Kathedrale Santa Maria in Platea (14. Jahrhundert), die Kirche San Francesco mit angrenzendem Kloster (in diesem befindet sich heute das archäologische Museum), das Kloster San Bernardino aus dem 15. Jahrhundert sowie die Kirche Madonna della Misericordia.

CASTELLI

“Hauptstadt der Keramik-Kunst der Abruzzen”. Im Mittelalter hat eine Gemeinschaft von Benediktiner-Mönchen einen florierenden Betrieb mit der Produktion von Keramik aufgebaut, indem sie die Beschaffenheit des tonhaltigen Bodens ausnutzten. Seit dieser Zeit ist Castelli die berühmte Heimat von bekannten Meistern geworden, welche die Könige von Neapel und die Prinzenhäuser von Rom bedienten. Aus dieser “goldenen Epoche” stammt die wunderbare Majolika-Decke in der Feld-Kirche S. Donato. Carlo Levi definierte diese Kirche als die “Sixtinische Kappelle der italienischen Majolika”: 780 Ziegelsteine dekoriert mit Profilen, Wappen, astronomischen Symbolen, Tieren und Blumenmotiven aus strahlenden Farben.

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